Das Problem was ich sehe ist, dass Frau Rietz sich weigert in irgendeiner Weise Fragen zu beantworten, die bereits gestellt wurden. Ohne die andere Gruppe beleidigen zu wollen: Mit ihren einfachen, viel zu allgemeinen Fragen haben sie uns die Möglichkeit genommen eine detaillierte Auskunft zu erhalten.
Wir können keine Nachfragen stellen, wenn wir nicht auf das Thema eingehen können. Und um auf das Thema einzugehen, müssten wir konforme Frage wie die andere Gruppe stellen.
Wie sollen wir unsere Forschungsfrage beantworten, wenn wir keine Möglichkeit haben die notwendigen Informationen zu erhalten?
Im Moment befinden wir uns an einer Steinwand. Wir können nach oben klettern, natürlich, wir haben einen Interviewtermin und die Möglichkeit eine ehemalige Schauspielerin zu befragen. Außerdem haben wir unser Forschungsexpose so angepasst, dass es zu unseren Thesen passt.
Aber wenn man eine Wand hinauf klettert ist die Frage wo man ankommt und ob man überhaupt ankommt. Und warum zum Teufel klettert man da hoch, wenn man sich einfach hätte umdrehen können und zurückgehen einen anderen einfacheren Weg suchen?
Doch würden wir uns umdrehen, müssten wir noch einmal komplett neu anfangen müssen. Die Zeit haben wir einfach nicht.
Das Problem an dieser verdammten Lehrveranstaltung ist, dass man sich viele Vorstellungen macht und eine Menge Ideen hat. Aber man wird nicht eingeschränkt. Man bekommt nicht gesagt, „vergesst es, das schafft ihr nie“. Oder das man sich einfach zwischendurch mal die Fragen anschaut und dann stutzig wird, was die eigentlich mit dem Medienprodukt zu tun haben.
Es wird zu spät nach den Gründen und der Nützlichkeit der Ideen gefragt. Man fragt sich selbst während der Vorbereitungsphase kaum danach, ob das alles einen Sinn ergibt. Man verrennt sich einfach in seinem Ehrgeiz. Und landet vor der Steinwand.
Vielleicht hätten wir uns selbst mehr kontrollieren müssen. Sicher hätten wir das tun müssen. Aber zumindest hatten wir uns soweit unter Kontrolle, dass wir nicht gegen die Steinwand gerannt sind.
Zusammenfassend: wir können nicht mehr das verwirklichen, was wir uns ursprünglich vorgenommen haben. Es ist nicht möglich. Nicht mit unseren eingeschränkten Möglichkeiten als Studenten und der mangelnden Zeit.
Wir müssen das Problem dennoch lösen. Irgendwie. Mit den Möglichkeiten, die wir haben.
Aber eins kann ich schon jetzt sagen: mit dem Ergebnis werde ICH nicht zufrieden sein.